Donnerstag, 31. Mai 2012

e-learning muss lernen.




Bildquelle: http://blog.ffpr.de/uploads/2010/05/socialmedia.png




auf der diesjährigen LEARNTEC in Karlsruhe (welche ja als DIE e-Learning Messe in Deutschland gilt...für einige zumindest) habe ich einen genialen Vortrag gehört von Boris Lakowski. Ich würde gerne einfach seine Präsentation hier einstellen, darf das aber aus Urhebergründen nicht.

Nicht so schlimm, ich gebe sie in meinen eigenen Worten kurz wieder, bzw. stelle hier seine Thesen vor.

Es ging darum was e-learning noch von Social Media lernen kann. In vorherigen Blogs bin ich ja schon auf die Bedeutung von Social Media eingegangen. Ich sehe gerade im Bereich e-learning einen Trend zu mehr und mehr Social Learning. Also eine Art Verschmelzung des klassischen e-learning und dem Social Media.
Doch bevor es soweit ist, sollte man zuerst anschauen was Social Media überhaupt ist.

Hierzu hat eben Boris Lakowski 10 Thesen getroffen, welche die Grundsätze von Social Media darstellen. Und siehe da, es gibt sehr viele Parallelen zum e-learning. Also was kann e-learning von Social Media lernen:

10 Thesen von Boris Lakowski.

#1: Medien sind schon immer sozial

#2: Social Media vereinfacht Gruppen, Publishing & Sharing.

#3: Nicht alle User sind gleich.

#4: Das Pferd nicht über "Plattformen" aufzäumen.

#5: Content ist King. Und Distribution seine Frau.

#6: Interactivity is Princess: Share, Collaborate, Apps.

#7: Design for self-service: Non-linear, any time/place.

#8: Make it fun!

#9: Consumerization: Don't reivent the wheel.

#10: Ohne Moos nix los.

Verblüffend! Wollen wir nicht genau dorthin mit e-learning?  bzw. sind das nicht auch Grundsätze des e-learnings? Zumindest zum größten Teil, oder?

Sind das also Anzeichen für eine nötige Verschmelzung?
Vor allem ab These #5 sehe ich eigentlich keinen Unterscheid mehr zwischen e-learning und Social Media.


tl;dr:
Social Media ist auf dem Vormarsch. E-Learning muss (teilweise) folgen (lernen)! Viele e-learnings sind für mich noch viel zu statisch, trüb...ja, langweilig. Machen wir es doch ein bisschen wie Social Media...interessant für jeden!


Mittwoch, 30. Mai 2012

html5 in Adobe Captivate 6

Für alle Captivatler und Interessenten...es gibt es nun etwas konkretere Aussagen bezüglich des direkten HTML5 Outputs in Adobe Captivate von offizieller Seite.

Auf dem Adobe Captivate Blog sehen wir eine Adobe Mitarbeiterin, welche die neue Funktion darstellt:




Leider steht in diesem Post vom 25. Mai nichts über das Release Date der neuen Version. Das Gewinnspiel lässt aber darauf zurückschließen  das die Version in den Startlöchern steht (Gewinner wird am 26. Juli bekanntgegeben - zu gewinnen gibt es eine full licenced copy für Captivate 6).

Gerüchteweise war diese Funktion bereits bekannt und gilt auch nach wie vor als logischer und richtiger Schritt in Richtung mobile Learning.
Adobe war auch auf Grund von Articulate Storyline und deren HTML5 Output-Funktion stark unter Zugzwang.

Smartphone und Tablets (aller Hersteller), wir kommen!

Ich bin gespannt!

Dienstag, 29. Mai 2012

Der schweifende Gedanke...


"Die Stärke des Internets, beinahe jede Information sofort verfügbar machen zu können, gerät im Alltag, bei der Arbeit, leicht zur Schwäche. Jeder schweifende Gedanke kann sofort verfolgt werden, nichts hindert den User, zufälligen Eingebungen hinterherzugoogeln. Nichts außer Disziplin. Bei vielen also: nichts."

Zitat von Sascha Lobo - Die Prokrastinationsmaschine.

Ein sehr schöner Artikel von Sascha Lobo. Über die Ablenkung durch das Internet.
Ich sehe durchaus auch Gefahren für das e-learning.

Aber lest den Artikel selbst!
 

Montag, 28. Mai 2012

auf die Länge kommt es an...


 Bildquelle: http://de.colourbox.com/preview/1712469-634534-bunte-zentimeter-vor-dem-weisen-hintergrund.jpg


ich habe mich schon öfters gefragt wie lang denn so ein e-learning Modul sein muss. Hmm, eine passende Antwort gibt es dafür sicher nicht! Aber generell könnte man sagen: So kurz wie möglich!

3 Minuten. Perfekt! Viele meinen das sei viel zu wenig, aber man sollte beachten das Bildschirmlesen sehr ermüdend ist. Aber nicht nur wegen der Ermüdung sollten die Module so kurz sein wie möglich. Der Vorteil von e-learning ist doch das wir überall und wann wir wollen die e-learning abrufen können. Also, habe ich kurz während der Arbeit ein bisschen Freiraum, mache ich schnell ein Modülchen. Ich muss noch schnell auf einen Kunden warten? Es ist grad Werbepause in einem Film? Ich habe eine kleine Pause? Das könnte doch der perfekte Zeitpunkt sein sich noch mal schnell ein Thema via e-learning aufzurufen. Und dafür habe ich natürlich keine 2 Stunden Zeit! Selbst wenn wir diese Zeit hätten, wer will denn schon 2 Stunden am Stück lernen. Das ist einfach zu trocken.
Leider lässt sich das nicht immer so einfach umsetzten. Ich spreche aus Erfahrung. Die 3 Minuten Grenze ist schnell erreicht und das Wesentliche noch nicht erklärt. Hier muss man selber ein Gefühl dafür entwickeln was die richtige Länge für ein solches Modul ist.

Es macht also durchaus Sinn eine Thematik in kleine Module aufzuteilen. Step-by-Step bringen wir so den Inhalt zusammen. Das nennt sich heute Microlearning! Man teilt also einen Inhalt in sog. "Nuggets" auf.


Ein kleines Beispiel:

e-Learning über einen Kugelschreiber. Wir könnten also ein große Lerneinheit machen über dieses Produkt, oder das Gesamtpaket aufteilen. z.B. in ein Modul für die Kugelschreiberhülle, eines für die Mine, eines für die Feder, eines für die Verwendungen und Vorteile von Kugelschreibern und ein Modul über Konkurrenzprodukte und Verkaufsargumente. So haben wir in 5 Teilmodulen den ganzen Kugelschreiber erklärt.


Dieses kurze Video bringt das mit einem anderen Beispiel sehr gut rüber:





tl;dr:
Wir müssen unser e-learning so kurz wie möglich halten. Besser, wir teilen die Inhalte in kleine Lerneinheiten auf. Das nennen wir nun Microlearning.

Freitag, 25. Mai 2012

social media



Es ist nun auch an der Zeit über das Web 2.0 zu reden. Nachdem Tim O'Reilly den Begriff seit 2003 aufgebracht hat ist er nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Ich möchte aber gar keine große Diskussion über diesen Begriff starten. Einige sagen ja es sei nur ein Marketingwort und wir sind noch gar nicht in der 2. Version des Webs angekommen...nicht ganz falsch m.E., aber tut hier nichts zur Sache. Ich nenne es trotzdem mal wie die meisten Web 2.0.
Eine wichtige Komponente des heutigen "Mitmach-Internets" sind die Sozialen Medien - Social Media! Wer hat nicht schon mal davon gehört? Facebook, Google+, StudiVZ, und viele weiter. egal ob Sinn oder nicht Sinn, sie sind nun mal einfach da!
Wer das noch nicht so ganz glauben kann, dem habe ich hier eine einfache Infografik, die das zumindest teilweise bestätigen sollte:





Nur was hat das Ganze mit e-Learning zu tun werdet ihr euch Fragen.
Ich denke mittlerweile eine ganze Menge. Denn es gibt ja auch schließlich das informelle lernen!
In einer Diskussion mit Freunden oder Bekannten auf Facebook? Informationsverbreitung auf Youtube? Lernen über Blogs? Fragen stellen/beantworten via Twitter?
hmm, warum nicht? Auch das ist ein Weg des Lerntransfers! Und, wenn diese Infografik stimmt, sind immer mehr Menschen auf diesen Zug aufgesprungen. Jeder kennt diese Technologien. Wir wachsen damit auf!

Also, warum lassen wir nicht einfach unsere Mitarbeiter eine Art Firmeninternes Facebook haben auf der sie sich untereinander austauschen können? Oder warum hat nicht jeder neue Mitarbeiter einen Twitteraccount? Warum gibt es keine Firmeninterne Blogs...das Wissen steckt in den Köpfen der Mitarbeiter! Holt es dort heraus!!! Noch nie war es so leicht wie heute. Man muss die Möglichkeiten nur nutzen.

Wir könnten noch einen Schritt weiter gehen und Social Media kollaborativ nutzen. Wissen durch Social Media, selbstregulierend  in der Masse entstehen lassen - so wie Wikipedia!
Benötigen wir dann noch das klassische e-learning? Benötigen wir bei der ganzen Interaktions-und Kommuhnikationsmöglichkeit noch Präsenzveranstaltungen? Könnte der "Lehrer" der Zukunft nicht einfach ein Facebook-Account sein?

Es soll ja durchaus schon Firmen geben die solche Praktiken anwenden.

tl;dr:
Social Media! Nicht mehr wegzudenken heute - auch beim Lernen?


Dienstag, 22. Mai 2012

Neu: Articulate Storyline - Webinar

Wer auf der Suche nach einem Autorentool ist (oder sich nur so nach Möglichkeiten umhören will), sollte sich, auch in Bezug auf die HTML5 Ausgabe, dieses Webinar besuchen:

https://www3.gotomeeting.com/register/902412974
Articulate Storyline ist das neue Autorentool von Articulate. Einfach in der Bedienung wie Articulate Studio, aber mit noch mehr Funktionalität. Ein Highlight: Ausgabemöglichkeit für Apple iPad sowie HTML5.

Jeanette Brooks, Community Manager bei Articulate - der größten E-Learning Community der Welt - wird gemeinsam mit LearnChamp überzeugende Vorteile von Articulate Storyline präsentieren. „How Articulate Storyline Empowers Even Beginners to Create Dynamic E-Learning for Mobile or Web.“

Das Webinar findet in englischer Sprache statt!
 


hört sich spannend an. Ich werde auf jeden Fall daran Teilnehmen. 31. Mai, 16-17 Uhr.

info häppchen


Bildquelle: http://www.ortsbuecherei-querum.de/Info.jpg


Lasst uns heute mal darüber sprechen wie man ein e-learning Modul aufbauen sollte. Was soll hier eigentlich rein? Was möchten wir beibringen? Welche Informationen?
Dazu kann ich eigentlich nur ein Video von Cathy Moore empfehlen (sie ist sowas wie ein self-made e-learning Guru).





In diesem Video erklärt sie warum es viel wichtiger ist die Informationen, die wir mit Hilfe von e-learning übertragen wollen, zu kanalisieren und in kleine Häppchen aufteilen. Dabei sollen die Informationen nicht im Vordergrund stehen. Natürlich sind Informationen wichtig...aber nur in der der richtigen Dosierung und !an richtiger Stelle!
Allzu oft haben wir einen Informations-Overload. Wir überhäufen den Lerner mit Informationen! Er muss ALLES Wissen über das Produkt. Ein provokante Frage von mir wäre hier: Muss er das wirklich? Oder muss er nur wissen wo etwas steht???

Das Beispiel von Cathy Moore ab ca. Minute 4 gefällt mir besonders gut:

Bildquelle: http://www.chriswue.de/kanada/juli/bc/wildnis.jpg

Nehmen wir an es verlaufen sich Wanderer in einem großen Wald! Wir brauchen nun Helfer die unsere Wanderer in dem großen Wald wieder finden und retten können. Was machen wir? einen e-learning Kurs über den Wald! Jeder Wanderpfad, dessen Name und Richtung, jeder Baum, jeder Berg, jede Höhenmeter an jeden Punkt usw. werden wir in einem e-learning aufführen. Der Lerner muss sich das alles "reinpressen"!
JA, wir können das tun! Der zeitliche Aufwand wäre aber enorm! Für Alle, den Lerner und den Lehrer.


Aber es gibt auch noch einen anderen Ansatz:

Wir machen ebenfalls ein e-learning Kurs...diesmal nur mit minimalen Informationen. Nur die wichtigsten! Und wir geben unseren Helfern eine Karte zur Hand, auf der die ganzen Detailinformationen verzeichnet sind. 
Anstelle der vielen, vielen Informationen, bringen wir unseren Lernern also nur bei eine Karte zu lesen! Wenn diese Informationen brauchen schauen sie einfach auf ihrer Karte nach!
Die notwendigen Informationen stehen also gar nicht mehr in unserem e-Learning Kurs, sondern irgendwo anders. Wir bringen nur jemanden bei die Karte zu lesen.
Klingt das nicht schon viel vernünftiger?

Wie ich schon in vorigen Post sagte, wir benötigen nicht die Information...die gibt es zu genüge. Auf Google, Youtube, Communities, Foren, Blogs...
Wir müssen eher wissen wie wir damit umgehen, wie verwenden, wie sortieren. Was ist wichtig, was nicht.

Und das ist was auch der Arzt m.E. (noch) nicht ersetzen kann. Natürlich gibt es etliche Informationen über viele Krankheiten, wir können Sie alle selber ergooglen. Nur können wir die Karte nicht lesen! Dazu brauchen wir den Arzt...

Leider neigen wir heute immer noch viel zu sehr zu der "Nürnberger Trichter" Methode - so viele Informationen wie möglich in den Kopf. Wir lernen das ja bereits in der Schule. Nur bin ich mir eben nicht mehr sicher ob das ausreicht, oder überhaupt der richtige Weg ist. Ich denke es ist an der Zeit neue Wege zu beschreiten. Was eignet sich hier besser als e-learning?

tl;dr:
Informations-Overload vermeiden! Wir wollen zu viele Informationen in e-learnings verpacken. Dabei bräuchten wir nur eine Karte und die Kenntnis diese Karte lesen zu können. Quintessenz: die langweiligen e-learnings haben ein Ende, wir betreten eine neue Welt des Wissenstransfers!

Achtung: Kulturwandel-Alarm!